Abgeltungssteuer

25% ? nein, danke! *

Die Abgeltungssteuer bedroht Ihr Erspartes *

Ab 1. Januar 2009 tritt die Abgeltungssteuer in Kraft. Diese wirkt sich direkt auf die künftigen Kapitalerträge aller Personen mit Privatvermögen mit Wohnsitz in Deutschland aus. - Da nur 41 % der Bundesbürger den Begriff "Abgeltungssteuer" zwar kennen, aber nur 21 % über ihre Folgen genauer informiert sind, ist also Eile geboten, sich näher mit der Steuer zu befassen.
Die Abgeltungssteuer von 25 % trifft also alle Einkünfte aus Kapitalvermögen wie Zinsen und Dividenden, aber zukünftig eben auch Kursgewinne, die bei der Veräußerung von Wertpapieren realisiert werden. Hinzu kommen 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie ggf. Kirchensteuer. Insgesamt werden damit etwa 28 % Steuern auf die vorgenannten Kapitalein-künfte fällig. Banken und Sparkasse behalten diese Steuern gleich ein und führen diese direkt an das zuständige Finanzamt ab. - Damit ist die Steuer auf Kapitaleinkünfte "abgegolten" - daher auch die Bezeichnung Abgeltungssteuer.

Steuerfreiheit nur noch für "Altbestände"

Dauerhafter Bestandsschutz
Bislang blieben Kursgewinne aus dem Wertpapierverkauf steuerfrei, wenn der Anleger das Papier mindestens ein Jahr im Depot hatten. Für Wertpapiere, die Anleger noch vor dem 1. Januar 2009 kaufen, gilt diese Regelung weiter - hier greift der sogenannte "Bestandsschutz". Beim Kauf ab 1. Januar 2009 gilt dagegen bei einem späteren Verkauf die Abgeltungssteuer von 25 % - egal, wie lange die Anleger die Papiere dann gehalten haben.

Wofür die Steuer nicht fällig wird:

Es gibt auch Finanzanlagen, für die neue Steuer nicht anfällt. Sie wird nicht erhoben auf Riester - Verträge, Rürup - Rentenversiche-rungen, geschlossene Immobilien-, Solar- und Windkraftfonds sowie noch einige mehr.

Vorteile für Besserverdiener

Eindeutige Vorteile verzeichnen Sparer und Anleger, die Kapitaleinkünfte überwiegend in Form von Zinsen erzielen und einen persönlichen Steuersatz von mehr als 25 % haben. Denn ab 2009 gelten die 25 % für alle Kapitaleinkünfte und nicht mehr der individuelle Steuersatz. Wenn der persönliche Steuersatz deutlich über 25 % liegt, kann es deshalb sinnvoll sein, vermehrt auf Zinserträge zu setzen und diese ins Jahr 2009 zu verlagern. - Banken und Sparkassen kennen die hierzu geeigneten Produkte.

Vorteile für Geringverdiener

Geringverdiener mit einem persönlichen Steuersatz von weniger als 25 % können sich über die Einkommensteuerklärung die zu viel bezahlte Steuer zurückholen.

Rentner

Ab 2009 sollten sich auch die Rentner mit Einkünften aus Kapitalvermögen an einen Steuerberater wenden und prüfen, ob sie mit einer Steuererklärung Geld vom Staat zurückbekommen. Denn oft müssen sie weniger als die 25 % Steuern bezahlen.

Abschließende Empfehlung

Handeln Sie bezüglich der Abgeltungssteuer nicht überstürzt und machen Sie Ihre Anlageent-scheidung nicht ausschließlich von steuerlichen Gesichtspunkten abhängig. Je nach Ihrer individuellen Situation sollten Sie bei Ihrer Entscheidung den Rat Ihres Bank- /Sparkassen- oder Steuerberaters einholen. - Viele Banken haben eigene Ratgeber herausgebracht. Beim Bankenverband gibt es eine Broschüre "Die Abgeltungssteuer".
Der Bankenverband ist zu erreichen:
Tel.: 030/16630,
die E-Mail-Adresse lautet:
bankenverband@bdb.de ,
im Internet:
www.bankenverband.de .

*Headlines aus der Bankenwerbung der Nassauischen Sparkasse und der Wiesbadener Volksbank

Hans-Dieter Ahlers