Kampagne "Sicher im Alter?!" füllt Bürgersaal Biebrich

Am 15.02.2017 machte die Kampagne „Sicher im Alter?!“ auf ihrer Rundreise durch viele Wiesbadener Stadteile im Bürgersaal der Galatea-Anlage in Wiesbaden-Biebrich Station. Schon kurz nach der Saalöffnung begann ein reger Zulauf und die Initiatoren zeigten sich von dem überwältigenden Interesse begeistert. Eilig wurden weitere Stuhlreihen aufgebaut, so dass am Ende über 200 Gäste den Saal füllten.

Da diese Veranstaltung in Kooperation mit der Ortsgruppe Biebrich der IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) stattfand, begrüßte Herr Kay Paysen, in seiner Funktion als 1. Vorsitzender, die anwesenden Gäste.

       

Nachdem sich der Revierleiter des örtlich zuständigen 5. Polizeireviers, Herr Hauptkommissar Ulrich Eichler, den Gästen vorgestellt hatte, wandte sich der Präsident des Polizeipräsidiums Westhessen, Herr Stefan Müller, an die Zuhörer.

 

Dass ihm diese Kampagne besonders am Herzen liegt und er dem Phänomen Trickbetrug mit voller Überzeugung entgegentreten will, war in seinen Worten deutlich zu vernehmen. Als Mitinitiator der Kampagne möchte er möglichst viele Seniorinnen und Senioren vor dem in Teilen perfiden Vorgehen der Täter schützen. Aus diesem Grund dankte er nochmals ausdrücklich den Kooperationspartnern Wiesbadener Kurier, Wiesbadener Tagblatt sowie der Gesellschaft Bürger und Polizei Wiesbaden e.V. Mit einer Bitte an die Gäste verabschiedete sich Herr Müller von der Bühne: "Seien Sie meine Präventionsbotschafter, seien Sie Leuchttürme. Erzählen Sie in ihrem Umfeld von dem heutigen Abend und helfen Sie mit, Trickbetrügereien zum Nachteil älterer Menschen zu verhindern."

               

Im Anschluss führte Stephanie Held von der Abteilung Prävention des Polizeipräsidiums Westhessen durch die Veranstaltung und übernahm im weiteren Verlauf die Moderation. Nachdem zum Auftakt ein eigens für die Kampagne produzierter Film, welcher verschiedene Maschen der Betrüger anschaulich aufzeigt,  vorgeführt wurde, referierte Polizeihauptkommissar Hilmar Koch zum Thema Trickbetrug. In seiner Funktion als Leiter der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Wiesbaden  erläuterte er im Detail, wie die Täter vorgehen und mit welchen Mitteln man sich erfolgreich schützen kann.

 

Kriminalhauptkommissar Stefan Kneissler-Süss, Leiter der Arbeitsgruppe „SÄM“ (Straftaten zum Nachteil älterer Menschen) der Wiesbadener Polizei beleuchtete das Phänomen des Trickbetruges aus kriminalpolizeilicher Sicht. Eindrucksvoll erläuterte er anhand aktueller Zahlen, dass die intensive Präventionsarbeit, einhergehend mit einer starken medialen Präsenz, augenscheinlich Wirkung zeigt. So wurden im Februar bis zum Veranstaltungstag 57 Taten angezeigt, bei lediglich zweien kam es zu einem Vermögensschaden.

               

In der abschließenden Fragerunde schilderten  Gäste zum Teil persönliche Erlebnisse mit dubiosen Anrufen oder auch Trickdieben auf der Straße. Die Experten Koch und Kneissler-Süss mussten zahlreiche Fragen beantworten und man merkte deutlich, wie intensiv dieses Thema die anwesenden Seniorinnen und Senioren beschäftigt.  Auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung informierten sich viele Gäste bei den Referenten und verließen den Saal nicht ohne Informationsbroschüren oder Warnaufkleber für die Wohnungstür.