Eine Stunde für die Demokratie
- Yannick Hansen

- 13. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Mit der Veranstaltungsreihe „Eine Stunde für die Demokratie“ hat die Gesellschaft Bürger und Polizei e. V. ein kompaktes Dialogformat etabliert, das zentrale Fragen zu Demokratie, Sicherheit und staatlichem Handeln öffentlich aufgegriffen hat. In vier Veranstaltungen wurden unterschiedliche Perspektiven aus Politik, Wissenschaft, Polizei und Gesellschaft zusammengeführt und zur Diskussion gestellt.
Den Auftakt bildete eine Veranstaltung zur Integrität der Polizei in Krisenzeiten im August 2025. Hessens Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck und Prof. Dr. Julian Junk stellten die Bedeutung von Haltung, Rechtsstaatlichkeit und Vertrauen in den Mittelpunkt. Diskutiert wurde, dass polizeiliches Handeln gerade in Krisenlagen transparent, neutral und wertegebunden erfolgen muss, um demokratische Legitimation dauerhaft zu sichern. Diese erste Veranstaltung wurde videografisch begleitet und dokumentiert.
In der zweiten Veranstaltung im September 2025 stand das Verhältnis von Polizei und Parlament im Fokus. Landtagspräsidentin Astrid Wallmann und Dr. Marvin Gamisch beleuchteten das Zusammenspiel von parlamentarischer Kontrolle und exekutiver Praxis. Deutlich wurde, dass Gewaltenteilung und Zusammenarbeit keine Gegensätze sind, sondern sich im demokratischen Rechtsstaat ergänzen müssen. Auch diese Veranstaltung liegt als Videoaufzeichnung vor.
Die dritte Veranstaltung im Oktober 20205 widmete sich der Verantwortung der Polizei beim Schutz jüdischen Lebens. Dr. Susanne Urban ordnete das Thema wissenschaftlich ein, während Steve Landau die Perspektive der jüdischen Gemeinschaft einbrachte. Diskutiert wurde, dass Sicherheit hier nicht nur eine polizeiliche, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.
Die vierte Veranstaltung im November 2025 nahm die zivil-militärische Zusammenarbeit in den Blick und thematisierte deren Bedeutung unter veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen. Neben einer wissenschaftlichen Einordnung durch Prof. Dr. Julian Junk wurde die Perspektive der Bundeswehr durch Oberst XX eingebracht, der krankheitsbedingt für Brigadegeneral Holger Radmann sprach. Im Mittelpunkt standen grundsätzliche Fragen von Rollenverständnis, Zusammenarbeit und demokratischer Einbindung staatlichen Handelns.
Die Reihe „Eine Stunde für die Demokratie“ hat gezeigt, wie wichtig verständliche, offene und sachliche Diskussionen über Sicherheit und Demokratie sind. Die Gesellschaft Bürger und Polizei e. V. hat mit diesem Format einen klaren Beitrag zur demokratischen Debattenkultur in Wiesbaden geleistet.






